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über uns
etwas über Brigitte
etwas über Heinz
etwas über uns als Paar


  über Brigitte & Heinz  
Weltenbummler & Naturisten

aus der Schweiz
  über Brigitte  
(Brigitte Kamm)


 über Brigitte & Heinz 
auch Roving Spirits und Wandering Bares genannt



Wir lernten uns am 4. August 1990 durch ein Inserat im Globetrotter Magazin kennen. Da es sich herausstellte, dass wir wesensverwandt sind, nur etwa 10 Kilometer voneinander wohnten, beide bereits eine einjährige Weltreise gemacht hatten, und wir beide wirklich nochmals länger die Welt entdecken wollten, kam es sehr schnell dazu, dass wir uns gegenseitig öffneten und erkundeten!

Bevor wir uns an eine lange Weltreise wagten, wollten wir herausfinden, ob wir beim Reisen das Heu auch auf der gleichen Bühne haben. Deshalb machten wir schon Ende Oktober die ersten Testferien: fünf Tage Paris. Frisch verliebt waren wir in der Stadt der Liebe, wohl nicht ganz überraschend, eher damit abgelenkt, uns das Reisevirus gegenseitig noch intensiver zu übertragen, als uns mit eventuellen unangenehmen Nebenwirkungen des gemeinsamen Reisens auseinanderzusetzen.

Kein Problem, dachten wir uns, schliesslich sind Testferien spassiger als arbeiten. So brachen wir bereits eine Woche später nochmals auf; diesmal zu einer 2-wöchigen Autotour durchs Engadin, das Südtirol und Österreich.
Das gemeinsame Reisen auf eigene Faust bescherte uns mit deutlich mehr Lust als Frust. Wir fanden einen beiden zusagenden Reiserhythmus und beschlossen es zu wagen. So buchten wir eine Eisenbahnfahrkarte, um im Frühling auf eine längere Weltreise aufzubrechen.

Anfangs April 1991 gings los. Was als etwa einjährige Rucksackreise geplant war, dauerte schlussendlich gute 2 ½ Jahre! Nach einer Überlandreise durch Österreich, Osteuropa, Russland, die Mongolei und China, erreichten wir 4 Monate später Hongkong. Nach weiteren 4 Monaten in Südostasien, flogen wir nach Australien. Dort kauften wir uns ein Auto und erkundeten damit für 10 Monate den Roten Kontinenten. Als nächstes liessen wir uns für 3 Monate von rund zehn Südseeinseln faszinieren; wir besuchten Fiji, Samoa, Tonga, die Cook Inseln & Hawaii.
Anschliessend ging’s nach Neuseeland, wo wir ein klappriges Auto kauften und damit für ein halbes Jahr deren beiden Hauptinseln auskundschafteten. Nach nochmals 4 Monaten in Südostasien, kehrten wir im Herbst 1993, bereichert mit unzähligen Erlebnissen, wieder zurück in die Schweiz.

Je länger wir unterwegs waren, desto mehr waren wir uns einig, dass wir immerfort mehr von der Welt sehen wollten und diese 30-monatige Reise nicht unsere Letzte gewesen sein soll. Unterwegs hatten wir ein englisches Paar getroffen, welches seit 20 Jahren immer abwechslungsweise, ein Jahr arbeitete und ein Jahr verreiste. Mehrmals wollten sie sich schon Niederlassen, aber immer wieder erlagen sie ihrem Reisefieber. Die beiden waren von ihrem Lebensstil voll überzeugt, meinten aber wehmütig, dass es leider mit fortschreitendem Alter immer schwieriger werde, für die Zwischenjahre eine gute Anstellung zu finden. Da uns dies auch bewusst war, loteten wir Möglichkeiten aus, um dieses Problem zu umgehen.

Nackt inmitten einer malerischen Landschaft, fanden wir auf einem FKK-Platz in Neuseeland die perfekte Umgebung, um eine zu uns passende Lösung zu finden. Die Nacktheit in der Gemeinschaft ist bereits ein Tabu, und wenn man erst einmal ein Tabu gebrochen hat, ergibt es sich von selbst, dass man über andere Tabus nachdenkt.

Es begann damit, dass Brigitte mehrmals nur so nebenbei erwähnte, dass es ihr nichts ausmachen würde, wenn sie heute sterben müsste, da sie ja schon deutlich mehr von der Welt gesehen hat als so mancher ältere Mensch, der nur noch im Altersheim auf das unvermeidliche Ende wartet! Heinz hatte damals noch riesige Angst vor dem Tod, und war über diese Aussage mehr als nur ein bisschen schockiert.

In der Natur dieses FKK-Platzes begannen wir über den Tod zu diskutieren und Heinz begann zu realisieren, dass Brigitte recht hat: der Tod gehört genauso zum Leben, wie die Geburt. Da die Natur gerecht und viel humaner als der Mensch ist und alle sterben müssen, damit der Kreis geschlossen wird, kann der Tod eigentlich gar nichts Schreckliches sein. Ganz im Gegenteil, er hat sogar etwas Humanes.

Nackt und ungeschützt in der Natur, waren wir uns schnell einig, dass sich uns ohne Angst vor dem Tod, viele unerwartete Türen und Möglichkeiten öffnen! Wer sich vor dem Tod nicht fürchtet, muss sich keine grossen Sorgen um die Zukunft machen. Wer den Tod nicht fürchtet, kann die Sicherheit eines geregelten Lebens gegen die Freiheit eintauschen – und genau dies wollten wir nach unserer Rückkehr so schnell wie möglich umsetzen.
Wir beschlossen also, unseren Status als DINK’s (doppeltes Einkommen, keine Kinder) auszunützen, so kurz wie absolut nötig zu arbeiten, dann unsere Jobs für immer an den Nagel zu hängen und fortan unser Leben nur noch dem Reisen zu widmen – lebenslänglich! Einfach andere Länder und Kulturen entdecken, gut essen und dazwischen auf FKK-Plätzen die Seele baumeln lassen.

Auf Sicherheit, Karriere, Kirche und Kinder konnten wir verzichten, genauso wie auf Drogen wie Alkohol oder Tabak. Konsequenterweise hat sich Heinz unterbinden lassen und wir nahmen uns eine Wohnung, welche wir mit Mitbewohnern teilten. Da wir unterwegs zu viele Verbrechen der Missionierung gesehen hatten, sind wir beide aus der Kirche ausgetreten.

Es war zwar unser Ziel, so kurz wie möglich zu arbeiten, um unser Grundkapital zu erarbeiten. Wir hatten mit 7-10 Jahren gerechnet. Dass wir es aber bereits in 5 Jahren geschafft hatten, das Startkapital von rund € 300'000 zu erwirtschaften, war selbst für uns kaum zu glauben. Mehr dazu unter Lebensphilosophie im Abschnitt «unser Reisegeld» - Börse sei Dank.

Als wir im Mai 1999 unsere Jobs an den Nagel gehängt haben und ausgestiegen sind, war Brigitte erst gerade 37 Jahre alt, und Heinz noch nicht einmal 40. Inzwischen sind wir also 58, bzw. 61 Jahre alt und immer noch unterwegs. Wir haben unseren Zenit überschritten und sind mehr als je davon überzeugt – für immer und ewig aufzubrechen, war die richtige Entscheidung – ohne Unterbruch wird unser Trip schlussendlich in unsere letzte Reise übergehen; zufrieden und voller guter Erinnerungen…

Diese Homepage haben wir aufgebaut, um über all das zu berichten, das wir in den etwa 22 Jahren seit 1999 bis heute, zwischen dem Süd- und dem Nordpol, so alles erlebt haben – viel Spass und Inspiration beim Lesen und schmökern in unseren Fotos.

  über Heinz  
(Heinz Sibler)




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