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AUS-
Zeit ist eine Verschwendung von Leben
Leben ist eine Verschwendung von Zeit
Deshalb haben wir entschieden mit uns selbst verschwenderisch zu sein und dabei die beste Zeit unseres Lebens zu haben
STIEG

Gedanken anlässlich unseres Ausstiegs am 12. Mai 1999


Gedanken zu unserer Zukunft in grenzenloser Freiheit

Verschwendung von Zeit ? Verschwendung von Leben ?

Es gibt Leute, die leben um zu arbeiten und es gibt Leute, die arbeiten um zu leben.

Es gibt Leute welche ihr Leben lang Geld sparen, nur um nach ihrer Pensionierung finanziell abgesichert zu sein. Wenn sie dann aber so weit sind, geben sie es immer noch nicht aus um ihre Träume zu verwirklichen, sondern sie halten es weiterhin zusammen, für die ‘vielen Jahre’ die sie vielleicht noch vor sich haben könnten. Für einige Leute ist die Länge des Lebens viel wichtiger als seine Qualität.

Es gibt Leute die fürchten den Tod und andere wiederum glauben an ein Leben danach. Viele vergessen gar vor dem Tod (richtig) zu leben.

Weshalb sollte man sich vor dem Tod fürchten, wenn man davor ein erfülltes Leben hatte ? Weshalb bis 65 arbeiten, wenn doch über 20% unserer Bevölkerung dieses Alter gar nie erreichen ?

Realisieren die Leute, dass sie eigentlich im goldenen Käfig der heutigen modernen Gesellschaft gefangen sind ?

Verschwenden und dabei gewinnen ?

Unser Traum wurde 1993 geboren; wir waren in der idyllischen Naturisten-Anlage von Mapua auf der neuseeländischen Südinsel. Nackt wie Adam und Eva im Paradies, überkamen uns neue Gedanken zu unserer Umwelt und unserer Zukunft. Wenn wir zurückdachten, welch wunderbares Gefühl es war, durch die Welt zu reisen und so viel Zeit zu haben wie wir mochten, wussten wir gleichzeitig auch, es gibt noch so viel mehr für uns zu sehen. Wir spürten, dass dies unsere Welt ist und dass wir nur dieses eine Leben haben. Für uns ist es alles, doch es ist so wenig, wenn wir die Komplexität und das perfekte System des ganzen Universums in Betracht ziehen.

Auf unserer Mutter Erde wurde die Natur als ein perfekter Kreislauf erschaffen, in dem alle Elemente, Flora und Fauna, von einander abhängig sind und einander dienen. Dies ist das Gesetz von “Fressen und gefressen werden” und irgendwann wird auch der Stärkste schwach und damit zur Beute, um damit die Erhaltung der eigenen gesunden Rasse sicherzustellen und zu einem ausgewogenen Ökosystem beizutragen.

Nur der moderne Mensch brach aus. Er isst mehr als er braucht, tötet Tiere bis sie aussterben, züchtet andere wie Handelsware und beruhigt sein Gewissen indem er sie ‘human’ schlachtet. Er beutet die Natur aus, wann immer es ihm einen Profit verspricht.

Da der Mensch es fertig gebracht hat, dass auch die schwächsten Leute überleben, ist seine Bevölkerung explosionsartig gewachsen und er braucht fortwährend mehr zu essen und mehr Platz zum leben. Es ist uns nicht klar, ob die selbsternannte Krone der Schöpfung realisiert, dass sie damit auch die eigene Umwelt zerstört.

Einige mögen sagen, dies sei einfach Teil der modernen Weltentwicklung. Aber auf eine Art widersetzen wir uns, dies zu akzeptieren. Wir sind nicht absolut verpflichet weiter all den Regeln der heutigen Gesellschaft zu folgen. Wenn wir wirklich wollen, können wir die (unsere) Welt für uns selbst ändern.

Wir realisieren wie schnell wir einmal alles verlieren werden; Besitztum, Geld, selbst unser Leben. Was wir hingegen nie verlieren werden (oder: was man uns nicht mehr nehmen kann) ist all das, was wir im Leben sehen und erfahren durften. Konsequenterweise muss es unser Ziel sein, möglichst viele von diesen unvergänglichen Werten zu sammeln und uns keine Sorgen um die materiellen Dinge zu machen. Wenn wir jeden Tag voll auskosten, wird unwichtig was am nächsten Tag passiert. Wie jeder Tag ein guter Tag zum leben ist, ist auch jeder Tag ein guter Tag zum sterben.

Wir sind fasziniert wie komplex und wie vielfältig die Welt ist, wie viele Wunder existieren, seien es Pflanzen, Berge, Wüsten, Wasser oder Eis. Die Schönheiten der Natur, auch ihre Katastrophen, können so simpel und doch so komplex sein. Von weiten Wüsten zu kleinsten Inseln, oder total überbevölkerten Städten mit Jahrhunderte alter Geschichte. Wie unterschiedlich sind doch die Völker, ihre Sprachen, Kulturen, Traditionen, Religionen und Denkensweisen.

Die Welt steht uns offen, bereit uns all ihre Schätze zu zeigen. Wir müssen nur hinausgehen um ihre unglaubliche Vielfalt zu bewundern und wir sind sicher, es gibt noch so unendlich viel zu lernen.

Wir haben uns für die Freiheit entschieden und dadurch für ein erfülltes und intensives, aber nicht um jeden Preis ein langes Leben; Lebensqualität nicht Quantität.

Wir wollen nicht noch mehr als 25 Jahre (nur) für Geld arbeiten und auf unsere Pensionierung warten und dabei zusehen wie unsere besten und gesundesten Jahre dahinschwinden.

Frei zu sein und bescheiden zu reisen belohnt uns viel stärker als lebenslängliches monotones Arbeiten um Geld anzuhäufen mit dem wir bloss am hirnlosen Konkurrenzkampf um den meisten überflüssigen Luxus teilzunehmen.

Dank dem Privileg, dass wir in einem reichen Land mit einer starken Währung aufgewachsen sind, können wir unseren grossen Traum bereits jetzt verwirklichen solange wir noch gesund und relativ jung sind.

Wir müssen nicht überall gewesen sein, aber wir sind dankbar für alle Erlebnisse die unsere Herzen bereichern werden.

Wir haben soeben unser bisheriges Leben aufgegeben und ein neues, nach folgenden Regeln gestartet, welches uns viel Platz für spontane Gefühle und Lebensfreude offen lässt:

  • wir geniessen jeden Tag als wär’s unser Letzter
  • wir schätzen Zeit, Freiheit und Gesundheit als unsere kostbarsten Güter
  • wir arbeiten nicht mehr, ausser zum Vergnügen.

Grob skizziert, aber mit Vorbehalt, sehen wir unsere Zukunft so; die ersten 2 Jahre möchten wir mit unserem Auto Europa entdecken. Dann soll die Reise auf einem anderen Kontinent weitergehen. Vielleicht lassen wir uns irgendwo für eine Weile nieder, vielleicht bleiben wir auch dauernd auf Achse.

Wer Lust hat kann selbstverständlich mit uns in Kontakt bleiben. Wir würden uns freuen, wenn wir mit Dir auch in Zukunft wieder einmal ein Treffen arangieren könnten, wo auch immer sich unsere Wege kreuzen lassen.



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